Saarland, Frankreich, Kirche: Was hält unsere Gesellschaft zusammen? | Wolfgang Bach

Ein Roman über Politik, Werte und die deutsch-französische Zukunft

Wie verändern politische Polarisierung, Digitalisierung, Säkularisierung und der Wandel von Institutionen unsere Gesellschaft? Wolfgang Bach spricht über seinen Roman „Ins zierliche Land“, seine Erfahrungen aus Schule, Ministerialverwaltung und Politik sowie über Wertkonservatismus, deutsch-französische Beziehungen und die Zukunft der Kirche. Im Zentrum steht die Frage, wie gesellschaftlicher Zusammenhalt und demokratische Stabilität in einer komplexer werdenden Welt bewahrt werden können.

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Wolfgang Bach verbindet in seinem Roman „Ins zierliche Land“ politische Erfahrungen, gesellschaftliche Entwicklungen und literarische Fiktion. Im Gespräch geht es um die Frage, wie nah ein Roman an politischer Realität sein kann – und warum sich manche Beobachtungen über Macht, Verwaltung und gesellschaftlichen Wandel gerade in fiktionaler Form erzählen lassen.

Ein Schwerpunkt liegt auf dem Saarland und seiner besonderen Lage zwischen Deutschland und Frankreich. Bach erläutert, weshalb die deutsch-französischen Beziehungen für das Land eine besondere Chance darstellen, welche Rolle die Frankreich-Strategie spielt und warum grenzüberschreitende Zusammenarbeit weit über ein regionales Thema hinausgeht.

Auch seine jahrzehntelangen Erfahrungen als Lehrer und Ministerialbeamter prägen seinen Blick auf Politik. Bach beschreibt sich als zweckoptimistisch und spricht darüber, wie Regierungsverantwortung politische Perspektiven verändern kann. Dabei unterscheidet er zwischen einem anstrengenden Wertkonservatismus und einem populistischen Konservatismus, der komplexe Probleme mit einfachen Antworten beantworten will.

Ein weiteres Thema ist die Zukunft der Kirche. Ausgehend von Immanuel Kant diskutiert Bach die Unterscheidung zwischen sichtbarer und unsichtbarer Kirche und fragt, was von kirchlichen Institutionen bleibt, wenn Mitgliederzahlen sinken und die Säkularisierung voranschreitet. Entscheidend sei dabei auch, ob Kirche vor Ort weiterhin Menschen erreicht und neue Formen der Begegnung findet.

Zur Sprache kommen außerdem die Wandervogelbewegung, politische und literarische Vorbilder, die Gefahren der Digitalisierung im Bildungsbereich sowie die Frage, welche Werte eine Gesellschaft tragen können, wenn traditionelle Institutionen an Bedeutung verlieren.

Wolfgang Bach war unter anderem Lehrer, Reserveoffizier und rund drei Jahrzehnte in der Ministerialverwaltung in den Bereichen Bildung und Wissenschaft tätig. Diese Erfahrungen fließen ebenso in seinen Roman ein wie sein Interesse an deutscher und französischer Geschichte, Politik, Kirche und gesellschaftlichem Wandel.

Das Buch zur Folge: Wolfgang Bach: „Ins zierliche Land“, Geistkirch Verlag https://geistkirch.de/produkt/ins-zierliche-land/

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